Fünf Übungsschritte, die dich von den ersten Notizen bis zur eigenständig geschriebenen Zusammenfassung des Artikels „Das große Rauschen" von Doris Heimberger führen. Du liest, ordnest, formulierst — Stück für Stück — und prüfst jeden Schritt an einer Musterlösung, bevor du am Ende die Hausübung ganz allein verfasst.
Das sind die Vorgaben, an denen sich jede einzelne Übung unten orientiert — schau bei Unsicherheit jederzeit hierher zurück.
Du gibst wieder, was im Text steht.
Du ordnest ein, begründest, wendest an.
Zwei bewährte Satzmuster, mit denen du fast jede Zusammenfassung eröffnen kannst:
Sprachlich gilt außerdem: klare, sachliche, möglichst objektive Sprache, durchgehend Präsens.
Entspricht A2 · Aktivierung von Vorwissen und den sprachlichen Grundregeln
Der Artikel heißt „Das große Rauschen" und behandelt ständiges Onlinesein. Notiere kurz, mithilfe der W-Fragen: Wer ist in deinem Umfeld ständig online? Wann genau? Welche Folgen bemerkst du an dir selbst oder anderen?
Zum Beispiel: Viele in meiner Klasse schauen direkt nach dem Aufwachen und kurz vor dem Einschlafen aufs Handy. Häufige Folge: Man schläft später ein, denkt im Bett noch an Nachrichten oder Videos und ist am nächsten Morgen müder. Wichtig ist hier nicht die „richtige" Antwort, sondern dass du eigene, konkrete Beobachtungen findest — genau solche Beispiele nutzt später auch der Artikel.
Eine Zusammenfassung ist sachlich, möglichst objektiv und steht im Präsens. Wähle bei jedem Paar den Satz, der diesen Regeln entspricht.
Entspricht A3 · Lesen, markieren, die sieben Bausteine finden
Es ist 23 Uhr. Eine gute Zeit, um langsam schlafen zu gehen. Gemeinsam mit ihrem Freund legt sich die junge Frau, nennen wir sie Eva, ins Bett und bespricht mit ihm den Tag: ihre Arbeit als freie Journalistin, den einen oder anderen Artikel, diesen oder jenen Menschen, der besonders spannend oder mühsam war. Irgendwann dreht sie dann das Licht aus, der Freund dreht sich um und schläft. Doch bei Eva beginnt das große Grübeln … Seit vier Jahren leidet Eva unter Schlafproblemen, seit eineinhalb Jahren werden sie immer schlimmer. „Du hast das Gefühl, immer verfügbar und online sein zu müssen", sagt sie zur FURCHE. „Und zugleich hast du nicht einmal die Zeit, einmal genussvoll eine Zeitung zu lesen. Eigentlich ist das krank."
Getrieben von chronischer Müdigkeit konsultiert Eva einen Psychiater, dessen Schlafmittel sie jedoch Nacht für Nacht „in eine Art Koma fallen lassen". Schließlich rät ihr der Arzt zu einer Psychotherapie. Eva ist hochsensibel — wie geschätzt 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung; ihr fehlen die nötigen Filter und Abwehrmechanismen, um sich einigermaßen abzugrenzen. Die Wiener Sozialpädagogin und Psychotherapeutin Elisabeth Heller, die sich auf das Thema Hochsensibilität spezialisiert hat, erklärt: Hochsensible seien häufig besonders kreativ und gewissenhaft — und durch ihre ausgeprägte Feinfühligkeit oft sehr erfolgreich im Beruf. Zugleich sei ihr Risiko erhöht, eine psychische Störung zu entwickeln.
Immer mehr Menschen zeigen vergleichbare Symptome, sodass französische und deutsche Firmen, aber auch das deutsche Bundesarbeitsministerium zu Gegenmaßnahmen greifen: Sie nötigen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr dazu, nach 18 Uhr abends und vor 9 Uhr morgens dienstliche E-Mails zu lesen. Während der Nachrichtendienst „Twitter" diese Maßnahmen belächelt, hält der Wiener Arbeitspsychologe und Coach Johann Beran „ziemlich viel" davon — das Gehirn benötige Pausenzeiten, um Informationen zu verarbeiten. Wer ständig online sei, nehme die Informationsflut mit hinein in den Schlaf und gelange kaum mehr in die erholsame Tiefschlafphase.
Beran empfiehlt als Gegenmaßnahme, vor dem Schlafengehen bewusst in eine Ruhephase überzugehen — Fernsehen, Smartphone und iPad hätten keine Entspannungsfunktion. Auch untertags seien Denkpausen ratsam, weil das Gehirn dadurch Reize sortieren und einordnen kann. Auch Harvard-Psychologe Daniel Goleman und Forscherinnen der University of Rochester bestätigen: Ohne solche Pausen verkleinert sich sogar das Abwassersystem des Gehirns, wodurch mehr schädliche Stoffe zurückbleiben.
Auf die schädliche Vorbildwirkung von Erwachsenen verweist Elisabeth Heller: Kinder sehen, wie ständig auf Bildschirme gestarrt wird, statt miteinander zu reden. Der US-Psychologe Daniel Goleman spricht sogar von einer Sucht, die Menschen dazu zwingt, mitten in einem Gespräch nachzusehen, ob eine SMS eingetroffen ist. Auch die Psychotherapeutin Elisabeth Heller warnt: Wer neue Handys kauft, um sich für zwei Minuten Entspannung zu gönnen, würde sich über das eigentliche Kunststück wundern, wenn er einfach mal nichts täte.
Die Journalistin Eva versucht unterdessen, das Problem mithilfe ihrer Psychotherapeutin zu bewältigen: Sie arbeitet nach 20 Uhr nicht mehr und versucht, sich zu entspannen. Mit gutem Gewissen nichts zu tun oder das Handy vom Nachttisch zu verbannen, fällt ihr jedoch nach wie vor schwer.
Wer hat den Text geschrieben, wo und wann ist er erschienen, und worum geht es im Kern?
Der Artikel „Das große Rauschen" von Doris Heimberger ist am 17. April 2014 in der österreichischen Wochenzeitschrift „Die Furche" erschienen. Er behandelt die Frage, wie permanente Erreichbarkeit und ständiges Onlinesein Menschen krank machen können.
An welcher konkreten Person zeigt der Artikel das Problem? ↳ Textstelle ansehen
Am Beispiel der 24-jährigen Journalistin Eva wird gezeigt, wie Tagesereignisse, Online-Informationen und private Nachrichten den Schlaf so beeinträchtigen können, dass jemand seit Jahren nicht mehr richtig zur Ruhe kommt.
Welcher Satz bringt das Kernproblem besonders knapp auf den Punkt? ↳ Textstelle ansehen
Zum Beispiel Evas Aussage, sie habe das Gefühl, immer verfügbar und online sein zu müssen, ohne selbst noch Zeit für Ruhe zu finden — oder allgemeiner: Manchen Menschen fehlen die nötigen Filter- und Abwehrmechanismen, um sich gegen die Informationsflut abzugrenzen.
Wie erklären Fachleute im Text das Phänomen? ↳ Textstelle ansehen
Die Psychotherapeutin Elisabeth Heller erklärt das Phänomen mit Hochsensibilität: Manchen Menschen fehlen die neuronalen Filtermechanismen, um Reize ausreichend abzugrenzen — sie seien dadurch zwar oft kreativ und gewissenhaft, aber auch anfälliger für psychische Störungen.
Welche Gegenmaßnahmen nennt der Artikel? ↳ Textstelle ansehen
Firmen und das deutsche Bundesarbeitsministerium beschränken dienstliche E-Mails außerhalb der Arbeitszeit; Arbeitspsychologe Johann Beran empfiehlt zusätzlich bewusste Pausen und einen Offline-Ausklang vor dem Schlafengehen.
Gibt es im Text auch Stimmen, die die Maßnahmen anders sehen? ↳ Textstelle ansehen
Der Nachrichtendienst „Twitter" belächelt die betrieblichen E-Mail-Beschränkungen und hält offenbar wenig von ihrem Nutzen.
Wie endet der Artikel — welches Fazit bleibt? ↳ Textstelle ansehen
Trotz des Wissens um die Risiken fällt es Betroffenen wie Eva weiterhin schwer, das Handy tatsächlich wegzulegen oder bewusst offline zu sein.
Entspricht A4 · Den ganzen Text in ein bis zwei Sätzen zusammenfassen
Trage die Angaben ein — die Vorschau darunter baut sich automatisch zu einem Satz zusammen.
Nutze den Baukasten oben nur als Gerüst — schreib den Satz jetzt flüssig und in eigenen Worten, ohne die eckigen Klammern.
Der Artikel „Das große Rauschen" von Doris Heimberger, erschienen in der österreichischen Wochenzeitschrift „Die Furche" am 17. April 2014, behandelt Fragen, die die permanente Auseinandersetzung mit dem Internet für die User mit sich bringen.
Achte darauf: ein einziger, klarer Satz — keine Aufzählung, keine Wertung.
Entspricht A5 · Jeden Abschnitt in ein bis zwei Sätzen bündeln
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Immer mehr Menschen leiden unter Schlafproblemen. Am Beispiel der jungen Journalistin Eva wird gezeigt, wie sehr Tagesereignisse, Online-Informationen und persönliche Mails den Schlafrhythmus stören können. Ein Psychiater stellt die Diagnose: Manchen Menschen fehlen die nötigen Filter- und Abwehrmechanismen, um sich gegen die Informationsflut abzugrenzen — solche hochsensiblen Menschen seien zwar oft besonders kreativ, hätten aber auch ein erhöhtes Risiko für psychische Störungen.
Immer mehr Menschen zeigen vergleichbare Symptome, sodass französische und deutsche Firmen sowie das deutsche Bundesarbeitsministerium zu Gegenmaßnahmen greifen und dienstliche E-Mails außerhalb der Arbeitszeit einschränken. Während „Twitter" diese Maßnahmen belächelt, hält der Arbeitspsychologe Johann Beran viel davon, denn das Gehirn benötige Pausenzeiten, um Informationen zu verarbeiten — sonst gelangten viele Menschen nicht mehr in die erholsame Tiefschlafphase.
Beran empfiehlt, vor dem Schlafengehen bewusst in eine Ruhephase überzugehen — Fernsehen, Smartphone und iPad hätten keine Entspannungsfunktion. Auch untertags seien Denkpausen ratsam, damit das Gehirn Reize sortieren und richtig einordnen kann.
Auf die schädliche Vorbildwirkung Erwachsener verweist die Psychotherapeutin Elisabeth Heller. Der US-Psychologe Daniel Goleman spricht sogar von einer Sucht, die Menschen dazu zwingt, mitten in einem Gespräch nachzusehen, ob eine SMS eingetroffen ist.
Die Journalistin Eva versucht, das Problem mithilfe ihrer Psychotherapeutin zu bewältigen: Sie arbeitet nach 20 Uhr nicht mehr und versucht, sich zu entspannen. Mit gutem Gewissen nichts zu tun oder das Handy vom Nachttisch zu verbannen, fällt ihr jedoch nach wie vor schwer.
Entspricht A6 · Aus den Bausteinen eine kohärente Zusammenfassung verfassen
Für den dritten Arbeitsauftrag brauchst du einen eigenen Bezug: Woran erkennst du bei dir selbst oder in deinem Umfeld etwas von dem, was Eva beschreibt?
Setze Einleitungssatz (Schritt 3) und die sechs Bausteine (Schritt 4) zu einem flüssigen Text zusammen. Verknüpfe mit eigenen Worten, achte auf Absätze und baue deinen eigenen Erfahrungsbezug ein.
Der Artikel „Das große Rauschen" von Doris Heimberger, erschienen in der österreichischen Wochenzeitschrift „Die Furche" am 17. April 2014, behandelt Fragen, die die permanente Auseinandersetzung mit dem Internet für die User mit sich bringen.
Immer mehr Menschen leiden unter Schlafproblemen. Am Beispiel der jungen Journalistin Eva wird gezeigt, wie sehr Tagesereignisse, damit verbundene Eindrücke und Gedanken, Online-Informationen und persönliche Mails den Schlafrhythmus beeinträchtigen und sogar massiv stören können. Ein Psychiater stellt die Diagnose: Manchen Menschen fehlen die nötigen Filter- und Abwehrmechanismen, um sich gegen die Informationsflut und die damit verbundenen Reize abzugrenzen. Solche hochsensiblen Menschen seien häufig besonders kreativ und gewissenhaft. Sie hätten aber auch ein erhöhtes Risiko, psychische Störungen zu entwickeln.
Immer mehr Menschen zeigen vergleichbare Symptome, sodass französische und deutsche Firmen, aber auch das deutsche Bundesarbeitsministerium zu Gegenmaßnahmen greifen. Die Firmen nötigen ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht mehr dazu, nach 18 Uhr abends und vor 9 Uhr morgens dienstliche E-Mails zu lesen. Während „Twitter" diese Maßnahmen belächelt, hält der Wiener Arbeitspsychologe und Coach Johann Beran „ziemlich viel" davon, denn das Gehirn benötige Pausenzeiten, um zu verarbeiten, was man an Informationen aufgenommen habe. Doch das gehe nicht, wenn man ständig online sei. Dann nehme man die Informationsflut und Spannung mit hinein in den Schlaf. Daher gelangten viele Menschen nicht mehr in die erholsame Tiefschlafphase.
Beran empfiehlt als Gegenmaßnahme, vor dem Schlafengehen in eine Ruhephase überzugehen. Fernsehen, Smartphone und iPad hätten keine Entspannungsfunktion. Auch untertags sei es ratsam, Denkpausen einzulegen. Das gebe dem Gehirn die Möglichkeit, Reize zu sortieren und richtig einzuordnen.
Auf die schädliche Vorbildwirkung verweist die Psychotherapeutin Elisabeth Heller. Der US-Psychologe Daniel Goleman spricht von einer Sucht, die den Menschen zwingt, während eines Gesprächs nachzusehen, ob eine SMS da sei.
Die Journalistin Eva versucht, das Problem mithilfe ihrer Psychotherapeutin zu bewältigen. Sie arbeitet nach 20 Uhr nicht mehr und versucht sich zu entspannen. Mit gutem Gewissen nichts zu tun oder das Handy vom Nachttisch zu verbannen, fällt ihr jedoch nach wie vor schwer.
Beantworte für dich: Hast du wichtige Informationen vergessen? Welche Informationen könntest du noch streichen? Fehlt dein eigener Erfahrungsbezug aus dem dritten Arbeitsauftrag noch im Text?