Anleitung zum Verfassen einer Gruselgeschichte (6. Klasse NMS)
1. Der Spannungsaufbau – Die Kunst des Gruselns
Der Spannungsaufbau soll gezielt zum Höhepunkt führen und in 2-3 Schreckmomenten darauf vorbereiten – ohne weitere Konsequenzen. Diese Momente haben einen wichtigen Zweck: Der Leser lernt in kleinen Schritten, sich zu gruseln. So wird er auf den Höhepunkt vorbereitet und nicht zu stark schockiert (was entweder unzumutbar wäre oder ihn nicht interessieren würde, weil es zu abrupt und unvorbereitet kommt).
Wie gestaltest du gute Schreckmomente?
2. Logik ist das A und O!
Alles in deiner Geschichte muss logisch bleiben! Achte besonders auf:
Schauplatz und Umgebung:
Bewegungen und Handlungen der Hauptfigur:
Die Entdeckung (Auflösung):
3. Keine Umwege!
Schreibe keine umschweifenden Aktivitäten, die NICHT direkt zum Höhepunkt oder zum nächsten Schreckmoment führen!
4. Gedanken und innere Stimme
Zeige die Gefühle und Gedanken deiner Hauptfigur durch innere Monologe (direkte Rede mit sich selbst):
Nicht gut: „Ich dachte, dass es vielleicht der Wind war.”
Besser: „War das etwa nur der Wind?”, fragte ich mich ängstlich.
Vermeide langweilige Formulierungen wie:
5. Beschreibungen – Male mit Worten!
Beschreibe Schauplätze und Stimmungen lebendig:
Beispiel gut:
„Die morschen Holzstufen knarrten unter meinen Füßen. Spinnweben hingen von der Decke und überall roch es muffig nach altem Staub.”
Aber Achtung: Auch Beschreibungen müssen logisch sein!
6. Checkliste für deine Geschichte
✓ Habe ich 2-3 Schreckmomente vor dem Höhepunkt eingebaut?
✓ Sind alle Handlungen und Bewegungen logisch?
✓ Passt die Umgebung zum Schauplatz (kein Strom im verlassenen Schloss)?
✓ Führt jede Szene zum nächsten Moment oder zum Höhepunkt?
✓ Habe ich Gedanken als innere Rede formuliert?
✓ Sind meine Beschreibungen lebendig und logisch?
✓ Ist die Auflösung (Entdeckung) natürlich und gut vorbereitet?